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Selten in der Hand von Wissenschaftlerinnen

 

Vor allem Wissenschaftler erhalten Fördermittel der DFG

 

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat in ihrem „Förder-Ranking“ erstmals den Frauenanteil unter den Empfängerinnen und Empfängern von Fördermitteln analysiert: Lediglich 16 Prozent der über 18.000 Geförderten sind weiblich - mit großen Unterschieden zwischen Standorten und Wissenschaftsbereichen.

Die DFG wollte mit der Erhebung mehr Transparenz in der wichtigen Frage der Gleichstellung herstellen, betonte DFG-Präsident Matthias Kleiner bei der Vorstellung des „Förder-Ranking 2009“. Der Anteil der Frauen, die im Zeitraum zwischen 2005 und 2007 öffentliche Fördermittel erhielten, entspricht etwa dem Professorinnenanteil an deutschen Hochschulen.

Projektleiter des „Förder-Ranking“ Daniel Bovelet wies darauf hin, dass das Fächerangebot an den Universitäten erheblichen Einfluss auf die Anzahl der von Frauen beantragten Förderprojekte habe. An Technischen Hochschulen seien in der Regel weniger Wissenschaftlerinnen aktiv, als an Hochschulen mit ausgeprägtem geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschungsprofil. Hier liegt der Anteil der Mittelempfängerinnen bei gut 23 Prozent, in den Lebenswissenschaften, wie Biochemie oder Biomedizin, beträgt er immerhin noch knapp 19 Prozent. In den Natur- und Ingenieurwissenschaften bilden Fördermittel für Frauen nach wie vor die Ausnahme (Naturwissenschaften: 9 Prozent; Ingenieurwissenschaften: 8 Prozent).

Die meisten geförderten Forschungsprojekte unter weiblicher Leitung hat mit gut 36 Prozent die private Universität Witten-Herdecke. Absolut gesehen kamen bei diesem Ausreißer an die Spitze des Ranking allerdings nur vier Frauen in den Genuss von Fördermitteln. In absoluten Zahlen liegt die Freie Universität Berlin aus der Geschlechterperspektive an der Spitze des „Förder-Rankings“. Hier sind 152 der 682 von der DFG geförderten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weiblich (25 Prozent). Den niedrigsten Frauenanteil - abgesehen von der Bundeswehr-Universität München - weisen mit etwa 5 Prozent die Technischen Universitäten in Cottbus (2 von 39) und Ilmenau (4 von 79) auf.

Weitere Informationen:
DFG „Förder-Ranking“

Erstellt am: 09.10.2009


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