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Von den großen Schauen in die Shops

 

Alexandra Cukierman kauft Designer-Mode für das Kadewe in Berlin ein

 

Alexandra Cukierman darf in Mailand, New York und Paris in Haute-Couture-Träumen schwelgen, die großen Schauen besuchen und die Kollektionen der übernächsten Saison sehen, anfühlen - und kaufen. Sie wählt im großen Stil die Kleidung aus, die in der übernächsten Saison im Berliner Luxuskaufhaus Kadewe hängen wird.

Was sich nach spielerischem Geschäft anhört, wird in Wirklichkeit von präzisem Zahlenwerk und genauen Kundenprofilen diktiert: „Mein Job besteht zu fünfzig Prozent aus Zahlen: Welche Größen gehen gut, was kaufe ich pro Verkaufsfläche ein“, beschreibt Alexandra Cukierman. Ihre Berufsbezeichnung „Zentraleinkäuferin für internationale Designermode“ klingt dann auch erstmal unglamourös. „Ich habe eine Einkaufsliste und plane genau, wie viel ich für welches Modelabel ausgeben will und wie viel Umsatz ich damit erzielen möchte.“ Die gebürtige Mendenerin ist pragmatisch - wenn auch mit zwei Modedesignerinnen in der Familie (Mutter und Großmutter) künstlerisch vorbelastet.

Nach ihrem Abitur im Jahr 1992 überbrückt Alexandra Cukierman zunächst zwei Jahre Wartezeit für ihre Ausbildung in der Textilwirtschaft mit Sprachaufenthalten und Praktika im Versandhandel in Paris, London und Florenz. Danach besucht sie zweieinhalb Jahre die Textil-Fachschule in Nagold im Nordschwarzwald. „Das Studium dort ist sehr strukturiert und wird schnell durchgezogen“, beschreibt Alexandra Cukierman. Für sie folgen nach dem Studium verschiedene Stationen als Trainee, Assistentin im Einkauf und eigenständige Einkäuferin bei großen Versandhandelsketten. Sie verbringt unter anderem sechs Jahre in Bad Salzuflen in Nordrhein-Westfalen. 2004 folgt dann der Ruf nach Berlin. Am Kadewe wird sie zunächst als Zentral-Einkäuferin für Strickwaren angestellt, 2006 folgt die „Adelung“ zur Einkäuferin für die Designermode.

Ein typischer Tag in einer Modestadt wie Paris beginnt für die 36-Jährige um acht Uhr beim Frühstück in einem der kleinen, aber feinen Hotels, in die sie regelmäßig eincheckt - Luxushotels kommen für sie nicht in Frage, auch bei den Flügen ist ihr Unternehmen eher kostenbewusst und reserviert möglichst für Frühbucher. Um neun gibt es meistens den ersten Termin in einem Showroom, in dem sie sich mit den Designerinnen und Designern, Assistentinnen und Assistenten und anderen Einkäuferinnen und Einkäufern trifft, um die Kollektionen zu begutachten. Inzwischen sind die Bestellungen für die Kollektionen für Herbst 2010 abgeschlossen. Statt abendlicher Party geht die Arbeit dann mit dem Laptop im Hotelzimmer weiter. „Ich beantworte dann meine Emails, telefoniere, schließe die letzten Order ab.“

Zu 70 Prozent ihrer Zeit ist sie in einer der Modestädte dieser Welt unterwegs. Die restlichen 30 Prozent verbringt die 36-Jährige in ihrem Berliner Büro, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schulen, zu erklären, wie man die neuen Modetrends trägt, welche Philosophie und Visionen hinter der Ware stecken und um sich mit den Leiterinnen und Leitern der Verkaufsflächen zu besprechen. „Der Job ist so zeitintensiv, wenn man ihn nicht so lieben würde, würde man ihn gar nicht machen“, sagt die 36-Jährige. Längst nicht alle Einladungen zu Schauen und Präsentationen kann sie annehmen. Sie findet es toll, „so viele Leute kennenzulernen, neue Kontakte zu knüpfen. Mit den Firmen ist es ein Geben und Nehmen, mit vielen hat sich eine partnerschaftliche Zusammenarbeit entwickelt“.

Alexandra Cukierman liebt ihren Job. Sie kann auch im Urlaub nicht von ihm lassen: „Ein Teil der Familie meines Mannes lebt in New York. Wenn wir da sind, melde ich mich erst mal zwei Tage ab, und gucke nach den neuesten Trends.“
Blick Alexandra Cukierman auf ihr bisheriges Leben zurück, hat sie alles richtig gemacht: „Ich bereue es überhaupt nicht, dass ich nach meiner Ausbildung erstmal sechs Jahre im Versandhandel in Bad Salzuflen gearbeitet habe“, sagt Cukierman. „Klar, ist Berlin jetzt toll, aber wichtiger ist eine gute Ausbildung in einer guten Firma, weniger die Stadt. Man kann sich mit Mitte zwanzig nicht die Rosinen rauspicken.“

Erstellt am: 02.04.2009


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