Das fehlende Viertel
Frauen in der EU verdienen weniger
Frauen verdienen im europäischen Durchschnitt mindestens ein Viertel weniger als Männer. Das ist das Ergebnis der EU-Untersuchung "Frauen in der EU verdienen 28 Prozent weniger als die Männer" von Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften in Luxemburg. Die Studie ergab auch, dass die neuen Bundesländer dem Ideal des gleichen Lohnes von Männern und Frauen am nächsten kommen.
Untersucht wurden Daten von Vollzeitarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmern in allen Wirtschaftszweigen mit Ausnahme der Landwirtschaft, des Bildungs- und Gesundheitswesens und des Personendienstleistungs- und Verwaltungssektors. Daraus ergab sich, dass die Löhne von Frauen in den neuen Bundesländern einschließlich Ostberlin 89,9 Prozent der Löhne der männlichen Arbeitskollegen ausmachen – ein Spitzenwert. In den alten Bundesländern erhalten Frauen nur 76,9 Prozent des Gehaltes, das Männer verdienen.
In der Rangliste nach den neuen Ländern folgen Dänemark mit 88,1 Prozent, Schweden mit 87 Prozent, Luxemburg mit 83,9 Prozent und Belgien mit 83 Prozent. Am anderen Ende der Skala stehen Griechenland (68 Prozent), die Niederlande (70,6 Prozent) und Portugal (71,7 Prozent). Der EU-Mittelwert des Frauenverdienstes beträgt 76,3 Prozent des Männergehalts.
Die Studie weist allerdings darauf hin, dass Frauen und Männer oft nicht die gleichen Stellen inne haben. Außerdem seien berufstätige Frauen im Durchschnitt jünger als Männer – 44 Prozent sind unter 30 Jahre alt gegenüber 32 Prozent bei den Männern. Wenn dies mit eingerechnet werde, reduziere sich der Lohnunterschied auf rund 15 Prozent, so die Untersuchung.
Die vollständige Auswertung der Studie "Frauen in der EU verdienen 28 Prozent weniger als die Männer" können Sie auf epp.eurostat.cec als PDF-Datei herunterladen.
Erstellt am: 10.01.2005



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