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In Island sind fast 90 Prozent der Frauen erwerbstätig – ohne dabei auf Nachwuchs zu verzichten

 

Frage „Kind oder Karriere?“ stellt sich nicht

 

Best Practise hoch im Norden: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verlangt keinen Spagat von den Isländerinnen. Debatten oder Wertediskussionen über „Rabenmütter“ gibt es nicht. Je besser die Frauen ausgebildet sind, desto eher entscheiden sie sich auch für Kinder.

Island, hoch im Norden gelegen, ist der am dünnsten besiedelte Staat Europas. Ein Staat allerdings, dem demografische Probleme fremd sind - die Bevölkerungszahl der Inselbevölkerung (zurzeit etwa 280.000) steigt. Ein altes Vorurteil besagt, dass in hoch entwickelten Gesellschaften die Zahl der Kinder sinkt. Island beweist das Gegenteil. Und dabei sind die isländischen Frauen alles andere als Heimchen am Herd: Fast neunzig Prozent der Frauen stehen im Beruf - und bekommen im Schnitt zwei Kinder. „Die Familienpolitik ist das entscheidende“, schrieb Reiner Klingholz, Direktor des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, schon vor zwei Jahren in einem Artikel zur Familienpolitik in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ).

In Island (so wie in Irland) werden europaweit die meisten Kinder geboren - durchschnittlich zwei pro Frau. In Deutschland kommen Frauen auf den statistischen Wert von 1,3 Kindern. In allen wichtigen Kennziffern für Entwicklung wie medizinische Versorgung, Bruttosozialprodukt, Bildungsstandard und Sozialleistungen liegt Island im internationalen Vergleich auf Spitzenplätzen - und weit vor Deutschland, hat Klingholz beobachtet. Die hohe Erwerbsbeteiligung von Frauen als Folge der Gleichberechtigung geht tendenziell mit höheren Kinderzahlen einher, schreibt Klingholz: „In Island stehen fast 90 Prozent der Frauen im Beruf. Je höher der Anteil 20- bis 29-jähriger Frauen mit einem Hochschulabschluss im naturwissenschaftlich-technischen Bereich ist, umso höher liegt tendenziell die Kinderzahl. Im kinderarmen Deutschland verfügen nur vier von tausend Frauen über eine solche Qualifikation. In Schweden liegt der Anteil bei acht, in Frankreich bei zwölf. Den Rekord halten die Irinnen mit 19.“

Debatten über „Rabenmütter“, so wie sie in Deutschland geführt werden, gibt es in Island nicht: erwerbstätige Mütter sind der Normalfall. Entsprechend ist in Island für eine ganztägige Betreuung in Kindergärten und Schulen gesorgt, die von den Eltern ohne schlechtes Gewissen angenommen wird. Wird ein Kind krank, bleibt ein Elternteil ohne Verdienstausfall daheim. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass in Island die Lebenshaltungskosten sehr hoch sind, so dass in der Regel zwei Einkommen äußerst willkommen sind.

Weitere Informationen:
Steffen Kröhnert u.a.: Emanzipation oder Kindergeld? Wie sich die unterschiedlichen Kinderzahlen in den Ländern Europas erklären, Studie des Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, 2004. (pdf, 551 kb)

Erstellt am: 24.08.2007


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