Beschäftigte und Unternehmen profitieren
Von der Leyen: Wandel zu familienfreundlichem Klima ist zu spüren
Familienfreundliche Strukturen bringen einen echten Nutzen - für Unternehmen, die gesamte Volkswirtschaft und Familien. Das ist das Ergebnis des ersten Arbeitsberichts zum Unternehmensprogramm "Erfolgsfaktor Familie", den Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen Ende Oktober vorgestellt hat.
Der Bericht ermöglicht einen Überblick über Kooperationen und Projekte der Wirtschaft im Bereich familienfreundliche Arbeitswelt, bilanziert die Arbeit der vergangenen drei Jahre, zeigt Erfolge auf und gibt einen Ausblick auf geplante Aktivitäten und neue Zielmarken:
Im 2006 gestarteten Unternehmensnetzwerk "Erfolgsfaktor Familie" engagieren sich mittlerweile über 2.000 Betriebe. Das gestiegene Engagement der Unternehmen in Deutschland lässt sich aber auch an anderen Zahlen ablesen: So beteiligen sich rund 4.500 Betriebe, alle Industrie- und Handelskammern, viele Handwerkskammern und Gewerkschaftsorganisationen in insgesamt 513 Lokalen Bündnissen für Familien. Mehr als 500 Betriebe beteiligten sich 2008 am Unternehmenswettbewerb für das familienfreundlichste Unternehmen Deutschlands - 40 Prozent mehr als 2005. Über 600 Unternehmen, Institutionen und Hochschulen haben bisher das Zertifikat zum „audit berufundfamilie“ erhalten.
Auch die Einstellungen der Unternehmensspitzen haben sich dem Bericht zufolge messbar geändert: 84 Prozent der Top-Managerinnen und -Manager in Deutschland sind mittlerweile davon überzeugt, dass es der Gesamtwirtschaft nutzt, wenn Unternehmen familienfreundlicher sind. Drei Viertel der Firmen schätzen die Bedeutung von Familienfreundlichkeit für das eigene Unternehmen als sehr wichtig oder wichtig ein. 2003 war erst die Hälfte der Betriebe dieser Meinung. Immer mehr Unternehmen werben mit Familienfreundlichkeit um qualifizierte Fachkräfte.
"Der familienfreundliche Klimawandel in der deutschen Wirtschaft ist deutlich zu spüren", betonte Ursula von der Leyen bei der Vorstellung des Berichts. Sie betonte aber auch, dass sie von den Unternehmen noch mehr Mitverantwortung und Aktivitäten erwarte. In diesem Zusammenhang verwies sie darauf, dass 70 Prozent der jungen Väter angaben, eine Reduzierung ihrer Arbeitszeit zugunsten der Familie sei nicht möglich. Deshalb ist der Ausbau betrieblich unterstützten Kinderbetreuung und familienfreundliche Arbeitszeiten Schwerpunkt des Unternehmensprogramms in den nächsten Jahren. So sollen bis 2010 beispielsweise 10 Prozent der Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten Mitglied im Unternehmensnetzwerk "Erfolgsfaktor Familie" sein und der Anteil der Unternehmen, die ihre Beschäftigten bei der Kinderbetreuung unterstützen, von 3,5 Prozent auf rund 10 Prozent steigen. Zudem soll die Anzahl der Unternehmen und Institutionen, die das Qualitätssiegel des „audit berufundfamilie“ tragen, von 600 auf 1.500 steigen.
Im Unternehmensnetzwerk "Erfolgsfaktor Familie" arbeitet das Bundesfamilienministerium eng mit den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft, Gewerkschaften, großen Stiftungen sowie Persönlichkeiten aus Unternehmen und Wissenschaft zusammen. Gemeinsames Ziel ist es, Familienfreundlichkeit zu einem Markenzeichen der deutschen Wirtschaft zu machen.
Weitere Informationen:
www.erfolgsfaktor-familie.de
Arbeitsbericht bestellen oder herunterladen
Erstellt am: 26.11.2008



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