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Global Gender Gap Report 2008

 

Fortschritte in vielen Ländern/Deutschland rutscht hingegen ab

 

Die skandinavischen Länder stehen erneut an der Spitze des Global Gender Gap Reports, den das Weltwirtschaftsforum (Word Economic Forum, WEF) alljährlich veröffentlicht. Deutschland rutschte zum zweiten Mal in Folge um einige Plätze ab.

Der Gender Gap Report 2008 erfasst den Stand der Gleichstellung von Frauen und Männern weltweit in den Bereichen wirtschaftliche Teilhabe und Einkommen, Bildung, politische Teilhabe und Gesundheit. Unter den 130 untersuchten Ländern belegen Norwegen, Finnland, Schweden und Island die ersten vier Plätze. Sie konnten die Chancenungleichheiten zwischen den Geschlechtern zu 80 Prozent und mehr beseitigen. Im Land mit der schlechtesten Wertung, dem Jemen, war das nur zu knapp über 45 Prozent der Fall.

Deutschland, das 2006 den fünften Platz und 2007 den siebten Platz belegte, ist im aktuellen Report auf den elften Platz gefallen. Die Geschlechterkluft in Deutschland ist zu fast 74 Prozent geschlossen - 2007 waren es noch 76 Prozent. Sowohl die wirtschaftliche als auch die politische Teilhabe von Frauen hat sich verschlechtert.

Im Vergleich zum Bericht von 2007 verzeichneten mehr als zwei Drittel der Länder Verbesserungen bei der Chancengleichheit von Männern und Frauen. Fortschritte wurden weltweit in den Bereichen geschlechterspezifische Bildungsdiskrepanzen, politische Teilhabe und Teilnahme am Wirtschaftsleben erzielt. Dagegen vertiefte sich die Kluft im Bereich Gesundheit.

Der Global Gender Gap Report zeigt auch einen starken Zusammenhang zwischen der Geschlechterkluft und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit bestimmter Länder: „Länder, die sich die Hälfte ihres Humankapitals nicht effektiv zunutze machen, laufen Gefahr, ihre Wettbewerbsstellung zu beeinträchtigen“, so die Wirtschaftsprofessorin Laura Tyson, die an dem Report mitgewirkt hat.

Weitere Informationen:
World Economic Forum zum Gender Gap Report 2008
Gender Gap Report 2008 (pdf, 940 kb)

Erstellt am: 03.04.2009


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