Berufe zum Abheben – und mehr
Ausbildungen und Studiengänge für Mädchen im MINT-Bereich
Einzelhandelskauffrau, Verkäuferin, Germanistin, Pädagogin - bei den Ausbildungsberufen und Studiengängen wählen junge Frauen häufig Altbewährtes. Dabei steht auch bei vielen MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) der Mensch im Mittelpunkt, so dass Kommunikations- und Teamfähigkeit gefragt sind. Wir stellen einige dieser Berufe kurz vor.
Berufshubschrauberführerin
Arbeiten über den Wolken? Als Berufshubschrauberführerin oder Berufsflugzeugführerin ist das mit einer einjährigen Ausbildung möglich. Berufshubschrauberführerinnen steuern Hubschrauber unter anderem im Rettungsdienst, in der Verkehrsüberwachung oder bei der Polizei. Sie werden auch für Versorgungseinsätze beispielsweise auf Bohrinseln eingesetzt oder begleiten im Auftrag von Fernsehanstalten mit einem Kamerateam sportliche Großereignisse. Außerdem sind sie für die technische Vorbereitung des Fluges zuständig.
Berufsflugzeugführerinnen fliegen in der Regel kleinere Fracht- und Passagiermaschinen, die für Piloten zugelassen sind. Bei großen Verkehrsflugzeugen sind zwei Piloten vorgeschrieben, die Berufsflugzeugführerin kann hier nur als Co-Pilotin fliegen. Berufsflugzeugführerinnen sind bei Charter- und Linienflugunternehmen angestellt, arbeiten als Firmenpilotinnen für große Unternehmen, können im Katastrophenschutz eingesetzt werden, beim Krankentransport oder bei der Bundeswehr.
Für beide Ausbildungen, die an Flugschulen der Luftfahrtgesellschaften absolviert werden, beträgt das Mindestalter 17 Jahre. Außerdem sollte man körperlich fit, physisch und psychisch belastbar sein.
Konstruktionsmechanikerin
Ohne Metalle wäre unser heutiges Leben nicht möglich. Von kleinen Schrauben bis zum Flugzeug wird der Wertstoff gebraucht - und ist das Element von Konstruktionsmechanikerinnen. Mit unterschiedlichsten Metallbearbeitungsverfahren stellen sie einzelne Bauteile her und montieren diese zu Gerüsten, Aufzügen, Kränen und Fahrzeugaufbauten, aber auch zu Brücken, Schiffen und Flugzeugen. Wichtige Voraussetzungen sind technisches Verständnis und räumliches Vorstellungsvermögen. Die Ausbildung findet in Industrie- und Handwerksbetrieben statt und dauert dreieinhalb Jahre.
Brauerin/Mälzerin
Für technikbegeisterte Mädchen verbindet das Berufsbild der Brauerin und Mälzerin Tradition und modernste Technologie. „Hopfen und Malz - Gott erhalt’s“ - Wohl kein anderes Gewerbe hat sich in Deutschland so lange an eine Tradition gehalten wie die Brauwirtschaft. Deren oberstes Gesetz ist bis heute das Reinheitsgebot von 1516, das vorschreibt, dass zur Bereitung von Bier nur Hopfen, Malz, Hefe und Wasser verwendet werden dürfen. Wie daraus aber so unterschiedliche Sorten wie Pils und Kölsch, Hefeweizen und Schwarzbier (oder auch alkoholfreie Erfrischungsgetränke sowie Biermixgetränke) werden - das lernen Brauerinnen und Mälzerinnen in ihrer Ausbildung. Von der Auswahl der Rohstoffe und deren Vorbereitung für die Brauerei über Kenntnisse der Brauereihygiene bis zum Einblick in die Prozesse der Vergärung und ihre Kontrolle im Labor, ist darin alles erhalten. Heutzutage sind fast alle Produktionsschritte automatisiert: Die Maische wird nicht mehr mit der Hand umgerührt, sondern wie sämtliche Produktionsabläufe mithilfe hochmoderner Computertechnologie gesteuert. Brauerinnen und Mälzerinnen bedienen, überwachen, warten und reinigen die Anlagen und Maschinen - oft im Schichtdienst. Die Ausbildungszeit beträgt in der Regel drei Jahre.
Erstellt am: 19.01.2010



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